
»Sachsens Glanz und Preußens Gloria« – der Film, die Geschichte und Kraszewskis Romane
Vor mehr als 300 Jahren ließ sich Kurfürst Friedrich August I. »August der Starke« zum König von Polen krönen. Er und nachfolgend sein Sohn regierten nun das Land bis 1763. Das war später Anlass für den in Dresden lebenden polnischen Schriftsteller Józef Ignacy Kraszewski, in mehreren Romanen diese Zeit in den Mittelpunkt zu stellen. Seine Schilderungen wiederum bildeten die Grundlage für die Entstehung der größten Filmproduktion der DDR 1985: »Sachsens Glanz und Preußens Gloria«. Folgen Sie uns zum Rundgang durch die Sonderausstellung des Kraszewski-Museums auf den Spuren der augusteischen Zeit, der literarischen Fassung Kraszewskis und der Entstehung des Films.

Sächsische Gastfreundschaft damals und heute
Der 51-jährige Józef Ignacy Kraszewski kam im Februar 1863 nach Dresden und war überzeugt, dass sein Aufenthalt hier nur von kurzer Dauer sein würde. Am Ende blieb er 22 Jahre lang. Wie wurden er und die vielen anderen Neuankömmlinge aus Polen damals in der Stadt aufgenommen? Das erfahren Sie im Haus des polnischen Schriftstellers.

Kraszewskis Dresdner Jahre
In Dresden war Józef Ignacy Kraszewski äußerst produktiv, verfasste unzählige Romane und historische Schriften, war als Journalist und Publizist tätig. Gleichzeitig unternahm er viele Reisen, um sich ein Bild von der Welt und den Menschen zu machen. In seinen Berichten schildert er eindrücklich das Ost- und Westeuropa des 19. Jahrhunderts, seine Geografie, die Menschen und nicht zuletzt das Reisen selbst.

Andere Länder, andere Sitten
»Wenn man dieses langsam fließende Leben und seine Sitten und Bräuche in Sachsen betrachtet, erkennt man leicht den gewaltigen Unterschied zwischen ihm und dem Leben und den Gewohnheiten anderer Völker.« (J. I. Kraszewski)
In einer fröhlich-lockeren Runde möchten wir die große Bandbreite polnischer Lebenslust und deutschen Pflichtverhaltens erkunden.